Die US-Basis Ain al-Azad nach dem Angriff.

Foto: REUTERS/John Davison

Bagdad – Erst gab es keine Verletzten, dann elf, später 34: Nun gab das US-Militär zu, dass es nach dem iranischen Raketenangriff auf eine Militärbasis im Irak Anfang Jänner 50 Verletzte gab. Bei ihnen sei ein Schädel-Hirn-Trauma diagnostiziert worden, teilte das Verteidigungsministerium in der Nacht auf Mittwoch mit.

Ende vergangener Woche hatte das Pentagon noch von 34 verletzten Soldaten gesprochen. Nach dem Angriff auf die Al-Azad-Basis am 8. Jänner hatte US-Präsident Donald Trump betont, es habe überhaupt keine Verletzten gegeben.

Bereits 31 wieder im Einsatz

Von den 50 verletzten Soldaten seien 31 inzwischen wieder im Irak im Einsatz, hieß es am Dienstag. 18 seien in ein US-Militärkrankenhaus in Deutschland ausgeflogen worden. Ein Soldat war nach Kuwait gebracht worden, sei inzwischen aber wieder im Irak im Dienst, erklärte das Ministerium.

Der Angriff auf den auch vom US-Militär genutzten Stützpunkt im Irak war nach Darstellung des Iran ein Vergeltungsschlag für die gezielte Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani bei einem US-Luftschlag im Irak. (dpa, 29.1.2020)