Der Ausflugsdampfer "Nixe" mit 33 südkoreanischen Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern an Bord versank 2019 in der Donau.

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Ein weiterer Verdächtigter ist am Mittwoch im Zusammenhang mit dem Schiffsunglück auf der Donau in Budapest vom Mai 2019 mit 28 Toten in Polizeigewahrsam genommen worden. Es handelt sich um den Kapitän des Flusskreuzschiffes "Viking Idun", der unter dem begründeten Verdacht unterlassenen Hilfeleistung steht, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur MTI.

Der Ukrainer steuerte die "Viking Idun", die hinter dem Hotelschiff "Viking Sigyn" fuhr, das den kleinen Ausflugsdampfer "Hableany" (Nixe) rammte und zum Sinken brachte. Die "Viking Idun" sei weitergefahren und habe sich nicht an den Rettungsarbeiten beteiligt. Die Fahndungsbehörde beantragte Haft für den Verdächtigten. Darüber soll am Donnerstag das Gericht in Budapest entschieden werden.

Gegen den Kapitän der "Viking Sigyn" war im November 2019 Anklage erhoben worden, die Budapester Staatsanwaltschaft forderte eine Haftstrafe von neun Jahren sowie ein neunjähriges Berufsverbot. Der 64-jährige habe die Tragödie wegen Unachtsamkeit und Missachtung von Sicherheitsvorschriften verursacht, bei der der Ausflugsdampfer "Nixe" mit 33 südkoreanischen Touristen und zwei Besatzungsmitgliedern sank. Nur sieben Südkoreaner überlebten das Unglück. Ein Opfer konnte immer nicht gefunden werden. (APA, 29.1.2020)