Verheerende Brände wüteten in weiten Teilen Australiens.

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Canberra – Der am schlimmsten von den Buschbränden betroffene australische Bundesstaat New South Wales will die Katastrophe offiziell untersuchen lassen – auch in Hinblick auf die Rolle des Klimawandels. In den nächsten sechs Monaten sollen unabhängige Experten in die betroffenen Gebiete reisen, teilte die Regierung des Staates am Donnerstag mit.

Es soll auch darum gehen, wie die Behörden auf die Brände vorbereitet waren und wie sie reagiert haben. Es sei wichtig, "jeden Stein umzudrehen", sagte die Regierungschefin des Bundesstaats, Gladys Berejiklian.

Auswirkungen menschlichen Handelns

In Australien wüten seit Monaten schwere Feuer, besonders im Südosten des Kontinents. 33 Menschen starben, davon 25 in New South Wales. Die Untersuchung dort soll prüfen, wie sich der Klimawandel, die Dürre, menschliches Handeln und die im Voraus als Vorsorge gelegten Feuer auf die Brände ausgewirkt haben.

In Teilen des benachbarten Bundesstaats Victoria, in dem Melbourne liegt, sollte es bis zu 40 Grad heiß werden. Freitag drohten Sturm und Blitze ohne Niederschlag. Dadurch könnte sich die Lage bei den Feuern wieder verschlimmern. (APA, 30.1.2020)