Facebook steht seit geraumer Zeit wegen Datenschutz und seiner Rolle im politischen Diskurs in der Kritik.

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Onlineriese Facebook hat seinen Umsatz im vierten Geschäftsquartal zwar kräftig gesteigert, musste aber wegen höherer Kosten einen Rückschlag bei der operativen Rendite hinnehmen. Die Kennzahl sank im vierten Quartal auf 42 Prozent von 46 Prozent im Vorjahreszeitraum, wie das soziale Netzwerk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte.

Demnach hinterließen nicht zuletzt höhere Investitionen in die Sicherheit Spuren in der Bilanz. Insgesamt beliefen sich die Ausgaben auf gut 12,2 Milliarden Dollar (11,09 Mrd. Euro) – ein überraschend starker Anstieg von 34 Prozent. Bei den Erlösen legte das Unternehmen von Mark Zuckerberg 25 Prozent auf 21,1 Milliarden Dollar zu, während das Plus beim Nettogewinn sieben Prozent auf 7,35 Milliarden Dollar betrug. Facebook-Aktien gaben im nachbörslichen Handel fünf Prozent nach.

Nun 1,66 Milliarden aktive Nutzer

Facebook steht seit Jahren wegen seines Umgangs mit dem Datenschutz in der Kritik. Dem Konzern wird zudem vorgeworfen, dass sein Netz zur Verbreitung von falschen Informationen genutzt werde. Facebook betont immer wieder, sich der Kritik zu stellen und für Besserung zu sorgen.

Die Zahl der aktiven Nutzer pro Tag stieg im Berichtsquartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um neun Prozent auf 1,66 Milliarden. Damit lag Facebook knapp über den Experten-Erwartungen von 1,6 Milliarden. Im Quartal erreichte Facebook die Marke von 2,5 Milliarden aktiven Nutzer, was einem Zuwachs von 50 Millionen innerhalb von drei Monaten entspricht. Auf eine der Apps des Konzerns, darunter WhatsApp oder Instagram, griffen monatlich 2,89 Milliarden Nutzer zu. (APA, 30.01.2020)