Viele Zentralamerikaner hoffen auf ein besseres Leben in den USA.

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Tuxtla Gutiérrez – Die Behörden in Mexiko haben rund 300 Migranten entdeckt, die an Bord von zwei Lastwagen zusammengepfercht Richtung USA unterwegs waren. In einem der beiden Lkws seien 162 Menschen aus Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua versteckt gewesen, im anderen 130 Guatemalteken, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Die Migranten hatten demnach Schleppern jeweils 100.000 Pesos (4.800 Euro) gezahlt, um bis zur US-Grenze gebracht zu werden. Die Lastwagen wurden in Berriozábal im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas an der Grenze zu Guatemala gestoppt. Die beiden Fahrer wurden festgenommen. Die knapp 300 Menschen an Bord, darunter 50 Kinder und 30 Frauen, wurden den Einwanderungsbehörden übergeben.

Druck von Trump

Auf der Flucht vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern flohen in den vergangenen Jahren tausende Menschen durch Mexiko in Richtung USA. Auf Druck von US-Präsident Donald Trump verstärkte die mexikanische Regierung inzwischen ihre Anstrengungen, die Flüchtenden aufzuhalten. Allein in den vergangenen Tagen wurden rund 2.300 Menschen aus Honduras in ihre Heimat zurückgebracht, die illegal nach Mexiko eingereist waren. (APA, 30.1.2020)