Im Jemen herrscht die schlimmste humanitäre Krise weltweit – das bestätigt auch die Uno.

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New York – Der UNO-Sicherheitsrat hat eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten im Bürgerkriegsland Jemen gefordert. Die Mitglieder des Sicherheitsrates seien "ernsthaft besorgt" über den Anstieg der Gewalt in den Gebieten Nehm und Al-Jauf und die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, hieß es in der am Donnerstag (Ortszeit) einstimmig verabschiedeten Erklärung.

Das Gremium verwies auf die Vertreibung tausender Menschen in den vergangenen Tagen. Die Gewalt im Land verhindere einen politischen Prozess für ein Ende des Krieges. Notwendig sei vor allem auch die Einhaltung der Waffenruhe in der Hafenstadt Hodeida. Zudem müsse die "Einschüchterung von Mitarbeitern von Hilfsorganisationen" umgehend eingestellt und deren sicherer und ungehinderter Zugang zum Norden des Landes gewährleistet werden.

Schlimmste humanitäre Krise weltweit

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den Houthi-Rebellen, die vom Iran protegiert werden. Zehntausende Menschen wurden bereits getötet; bei den meisten Opfern handelt es sich laut Nichtregierungsorganisationen um Zivilisten. Die UNO sieht im Jemen die schlimmste humanitäre Krise weltweit. (APA, 31.1.2020)