Die berühmten Steinstatuen auf den Osterinseln sind durch den steigenden Meeresspiegel bedroht.

Foto: REUTERS/Marion Giraldo

Google vermisst die Welt schon seit vielen Jahren – nicht nur zwecks Routenplanung, sondern auch um kulturelle Stätten virtuell erlebbar sowie Umwelteinflüsse und historischen Wandel sichtbar zu machen. Das Projekt "Arts & Culture" wurde nun um eine neue Onlinekollektion erweitert, für die Google historische Stätten virtuell bewahren will, die durch den Klimawandel bedroht sind.

Aufwändige 3D-Rekonstruktionen

Beim dem nun gestarteten Projekt "Heritage on the Edge" sollen über 50 solcher Stätten präsentiert werden. Fünf davon wurden zum Start detailliert in 3D-Darstellungen rekonstruiert. Darunter etwa die berühmten Moai-Steinfiguren auf den Osterinseln, Edinburgh Castle in Schottland oder die historische Moscheenstadt Bagerhat in Bangladesch. Diese Bauten sind etwa durch den steigenden Meeresspiegel, Regenfälle und Überflutungen gefährdet. Einige Orte können am Smartphone auch in einer Augmented Reality-basierten "Pocket Gallery" besucht werden.

Google Arts & Culture

Für die Darstellungen greift Google auf verschiedene Methoden zurück: 3D-Scans, Drohnenaufnahmen und Fotogrammetrie. Das Projekt wird mit Hilfe vom International Council on Monuments and Sites (Icomos) und der Nonprofit-Organisation Cyark umgesetzt. Das Quellenmaterial kann für Forschungszwecke auch heruntergeladen werden. (red, 31.1.2020)