Monarchfalter in Mexiko: Der Konflikt um den Lebensraum des Schmetterlings nimmt blutige Formen an.

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Mexiko-Stadt – Zum zweiten Mal binnen weniger Tage ist in Mexiko ein Schmetterlingsschützer ermordet aufgefunden worden. Die von Schlägen gezeichnete Leiche von Raúl Hernández Romero, einem bekannten Umweltaktivisten, sei am Samstag im Bundesstaat Michoacán gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Seine Frau hatte ihn fünf Tage zuvor als vermisst gemeldet.

In Michoacán wurde kurz zuvor in einem Brunnen die Leiche des renommierten Aktivisten Homero Gómez González entdeckt – rund zwei Wochen, nachdem er als vermisst gemeldet worden war. Der 50-Jährige hatte sich ebenso wie Hernández Romero für den Schutz des Monarchfalters eingesetzt, eines Schmetterlings, der jedes Jahr von den USA und Kanada aus tausende Kilometer zurücklegt, um im Süden zu überwintern.

Umweltschützer aus der Region sehen einen Zusammenhang zwischen Gómez' Tod und seinem heftigen Widerstand gegen die illegale Abholzung der Wälder in Michoacán, wo die Monarchfalter häufig Schutz vor der Kälte suchen. Der Bundesstaat ist Hochburg einer Reihe mächtiger krimineller Gangs, die auch um Anteile am lukrativen Holzhandel kämpfen. (APA, 5.2.2020)