DER STANDARD war am Wiener Hauptbahnhof und hat sich umgehört, für wen ein Jahresticket für ganz Österreich sinnvoll wäre.
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Das 1-2-3-Klimaticket ist ein Regierungsvorschlag von Türkis-Grün. Damit soll bewirkt werden, dass besonders Pendler vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und so das Klima schonen. Es heißt deshalb 1-2-3, weil je nachdem, welches Jahresabomodell man auswählt, die Fahrtkosten umgerechnet einen, zwei oder drei Euro pro Tag betragen sollen.

Das Jahresabo um 365 Euro gilt in einem kompletten Bundesland, so wie es derzeit beispielsweise bei den Wiener Linien angeboten wird. Ein Abo um 730 Euro würde dann für zwei ausgewählte Bundesländer gelten. Drei Euro pro Tag soll das Jahresabo für alle Bundesländer kosten, wobei wahrscheinlich nur wenige Personen täglich das ganze Bundesgebiet bereisen. Mit 1.095 Euro wäre es deutlich günstiger als die jetzige Österreichcard der ÖBB, die 1.944 Euro kostet und zudem nur in ÖBB-Zügen und einigen Privatbahnen gilt. Das 1-2-3-Klimaticket beinhaltet dagegen alle öffentlichen Verkehrsmittel, von der U-Bahn in Wien über den O-Bus in Salzburg bis hin zum Bus in Mariazell.

Am Wiener Hauptbahnhof gehen die Meinungen zum Ticket auseinander. (Antonia Titze, Maria von Usslar, 7.2.2020)