Madrid – Real Sociedad hat im Viertelfinale der Copa del Rey gegen Real Madrid einen Coup gelandet. Die Basken siegten in der spanischen Hauptstadt nach einer spektakulären zweiten Hälfte 4:3 (1:0). Ausgerechnet Martin Ödegaard leitete Reals Niederlage mit den meisten Gegentoren seit elf Monaten (1:4 gegen Ajax Amsterdam) ein.

Verhext: Real Madrid konnte die Copa del Rey seit dem Jahr 2000 nur zwei Mal gewinnen.
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Der unterdessen 21-jährige Mittelfeldspieler, der 2015 als 16-jähriges Supertalent zu den Königlichen gewechselt war und den Madrilenen noch immer gehört, brachte den Außenseiter nach 22 Minuten auf die Siegerstraße.

Der an Real Sociedad verliehene Norweger traf unter Mithilfe von Reals Goalie Alphonse Areola, der einen harmlosen Nachschuss zwischen den Beinen durchrutschen ließ, zum 1:0. Zum Mann des Spiels avancierte neben Ödegaard mit Alexander Isak ein weiterer Nordländer. Der 20-jährige Schwede erhöhte nach der Pause innerhalb von zwei Minuten (54., 56.) auf 3:0.

Messi hatte den Sieg am Fuß.
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Für die Hausherren traf Marcelo (59.) zum zwischenzeitlichen 1:3. In die folgende Drangphase der Gastgeber hinein traf Merino zur scheinbaren Entscheidung. Nach einem nicht anerkannten Real-Tor von Vinicius Junior (79.) verkürzten Rodrygo (81.) und Nacho (93.), der Ausgleich gelang dem Liga-Spitzenreiter gegen den Tabellenachten nicht mehr.

Zwei Stunden nach Real verabschiedete sich auch der FC Barcelona aus dem Cup. Die Katalanen unterlagen bei Athletic Bilbao 0:1. Inaki Williams erzielte in der 93. Minute per Kopf das entscheidende Tor. Lionel Messi hatte in der 89. Minute noch eine Großchance liegengelassen.

Zuletzt fand das Halbfinale der Copa del Rey 2010 ohne die beiden Großklubs statt. Neben Sociedad und Bilbao haben Zweitligist Mirandes (4:2 gegen Villarreal) und Granada (2:1 gegen Titelverteidiger Valencia) die Runde der letzten vier erreicht. (APA, 6.2.2020)