Buenos Aires – In der Antarktis ist zwar gerade Sommer, aber selbst in dieser Jahreszeit schaffen es die Temperaturen nur knapp in den zweistelligen Bereich. Es ist also bemerkenswert, wenn eine Station auf der Antarktischen Halbinsel nun eine Außentemperatur von 18,3 Grad Celsius vermeldet: so geschehen auf der von Argentinien betriebenen Station Esperanza.

Anfang der 1980er Jahre wurde zwar auf den Südlichen Orkneyinseln, die der Halbinsel vorgelagert sind, eine noch höhere Temperatur gemessen. Was das antarktische Festland betrifft, ist jetzt aber ein neuer Rekord erreicht. Er löste den bisherigen Temperaturrekord von 17,5 Grad ab, der im März 2015 auf derselben Station gemessen worden war. Generell ist das Klima auf der Antarktischen Halbinsel etwas milder als in der bitterkalten Ostantarktis.

Blick auf die Station Esperanza.
Foto: REUTERS/Enrique Marcarian

Auch an der argentinischen Forschungsstation Marambio war es dieser Tage ungewöhnlich warm: Dort wurden am Donnerstag 14,1 Grad Celsius gemessen – die höchste Temperatur an einem Februar-Tag seit 1971.

Argentinien ist seit 114 Jahren in der Antarktis vertreten und betreibt dort unter anderem mehrere Forschungsstationen. Das südamerikanische Land gehört zu den Unterzeichnerstaaten des Antarktisvertrags von 1961, der eine friedliche Nutzung des Kontinents, vor allem durch wissenschaftliche Forschung, vorsieht. (red, APA, 7.2.2020)