Freude in Korea, aber wenige Zuseher in den USA: Die Oscar-Gala 2020.

Foto: AP / Ahn Young-joon

Los Angeles – Die Oscar-Gala hat in diesem Jahr weniger US-Fernsehzuschauer angezogen als jemals zuvor. Nur 23,6 Millionen Menschen schalteten am Sonntagabend bei der im Sender ABC übertragenen Zeremonie ein. Das war ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als 29,6 Millionen Menschen die Preisverleihung im Fernsehen verfolgt hatten.

Besonders dramatisch wirkt der Rückgang im Vergleich zu den mehr als 43 Millionen Fernsehzuschauern im Jahr 2014. Die 92. Oscars hatte zwar mit dem historischen Triumph des südkoreanischen Films "Parasite" für eine gewaltige Überraschung gesorgt. Die glamouröse Show selbst aber enttäuschte viele Beobachter.

Ein Abend wie damals

Die "Washington Post" merkte an, mit musikalischen Auftritten von Pop-Legende Elton John und Filmkomponist Randy Newman habe der Oscar-Abend so gewirkt wie in den vergangenen "zwei oder drei Jahrzehnten".

"Parasite" von Regisseur Bong Joon Ho hatte bei der Gala im Dolby Theatre in Hollywood vier Oscars gewonnen, darunter als erstes nicht-englischsprachiges Werk den Hauptpreis für den besten Film. Wie auch im Vorjahr verzichteten die Oscar-Organisatoren auf einen Hauptmoderator, der durch den Abend führte. Stattdessen wechselten sich Schauspieler bei den Ankündigungen ab. (APA, 11.2.2020)