Reggio Emilia – Mit dem SF1000 bläst Ferrari zur Jagd auf Mercedes und den sechsmaligen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton. Der Rennstall des viermaligen Champions Sebastian Vettel und von Charles Leclerc stellte am Dienstagabend im Theater Romolo Valli in der norditalienischen Stadt Reggio Emilia mit einer von Orchestermusik und Tanzeinlagen umrandeten, pompösen Show seinen neuen Rennwagen vor. Der Bolide verdankt seinen Namen einem anstehenden Jubiläum: Der Rennstall wird in der kommenden Saison seinen 1.000. Grand Prix bestreiten.

Wenig überraschend ist auch der SF1000 wieder rot.
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Das Auto gleicht äußerlich dem Vorjahrsmodell SF90, unter der Haube gebe es aber große Unterschiede. "Wir haben an allen Komponenten gearbeitet", erklärte Teamchef Mattia Binotto. "Einige der Konzepte sind sehr extrem." Insgesamt habe man darauf geachtet, das Auto in Hoffnung auf aerodynamische Vorteile schlanker zu bauen.

"Er ist auch ein bisschen mehr rot als im Vorjahr", sagte Vettel, dessen Vertrag bei Ferrari Ende dieses Jahres ausläuft. "Es steckt sehr viel Arbeit in diesem Auto. Das werde ich spüren, wenn ich es fahre. Es wurden kluge Lösungen gefunden. Wir müssen noch eine Woche warten, bis wir einsteigen dürfen. Aber es sieht einfach klasse aus", sagte der Deutsche über den traditionell vorwiegend in Rot gehaltenen Boliden.

Ähnlich wie das Vorjahresmodell.
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Ferrari-Chef Louis Camilleri setzt seine Hoffnungen nicht nur in den neuen Rennwagen, sondern auch in den 32-jährigen Vettel und den monegassischen Youngster Leclerc (22/bis 2024). "Sie haben beide ein unglaubliches Talent. Sie haben die Leidenschaft, die man braucht, um in einem Ferrari-Cockpit zu sitzen", erklärte Camilleri, der kurz und knapp "Siegen" als das Ziel für 2020 formulierte.

Mit ausgefeiltem Frontflügel.
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Ferrari ist zwar der historisch erfolgreichste Formel-1-Rennstall, letztmals feierte die Scuderia aber 2007 durch Kimi Räikkönen die Fahrer-Weltmeisterschaft. Im Vorjahr gewannen Vettel und Leclerc im Vorgänger SF90 lediglich drei von 21 Rennen und waren damit im Titelkampf gegen Mercedes chancenlos.

Die ersten Testfahrten starten am 19. Februar in Barcelona, die 71. Saison in der Motorsport-Königsklasse beginnt am 15. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne. (APA/dpa/sid/red, 11.2.2020)