Hope Hicks, frühere Beraterin von US-Präsident Donald Trump, kehrt ins Weiße Haus zurück.

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Washington – Hope Hicks, ehemalige Beraterin des Weißen Hauses, kehrt in die Politik zurück. Die 31-Jährige war während des ersten Präsidentschaftswahlkampfs von Donald Trump eine seiner engsten Beraterinnen. Nun soll sie den Präsidenten bei dessen Wiederwahlkampagne unterstützen, berichteten mehrere US-Medien am Donnerstag. Hicks soll dabei mit Trumps Schwiegersohn und Seniorberater Jared Kushner sowie dem Direktor für politische Angelegenheiten im Weißen Haus, Brian Jack, zusammenarbeiten.

"Niemand widmet sich der Umsetzung der Agenda von Präsident Trump mehr als Hope Hicks", sagte Kushner laut der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Wir sind begeistert, sie wieder im Team zu haben."

Zwischenstation bei Fox News

Hicks verließ das Weiße Haus 2018, einen Tag nachdem sie vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses ausgesagt und zugegeben hatte, dass sie im Laufe ihrer Tätigkeit als Kommunikationschefin von Trump gelegentlich gelogen hatte. Sie ging zu Fox Corp. als Executive Vice President und Chief Communications Officer für die Muttergesellschaft der Trump-freundlichen Fox News.

Trump betrachtete Hicks als eine der wenigen zuverlässigen Vertrauten während seiner Wahlkampagne 2016 und dem Beginn seiner Regierungszeit. Sie saß im Vorzimmer von Trump und genoss einen einzigartigen Zugang zum Präsidenten.

Trumpf-Helferin Stephanie Grisham wird weiterhin die Position der Kommunikationsdirektorin sowie die der Pressesekretärin und Hauptsprecherin von First Lady Melania Trump im Weißen Haus innehaben.

Abgang unter Beobachtung

Hicks verließ das Weiße Haus unter Beobachtung. Einerseits wegen ihrer Rolle in der Untersuchung von Sonderberater Robert Mueller über die russische Einmischung in die Wahlen von 2016, andererseits auch wegen ihrer Beziehung zu Rob Porter, dem ehemaligen Stabssekretär des Weißen Hauses. Dieser war nach Vorwürfen, er habe zwei seiner Ex-Frauen missbraucht, zurückgetreten. Mueller kam schließlich zu dem Schluss, dass es keine ausreichenden Beweise für eine Verschwörung zwischen der Trump-Kampagne und den Russen gab, und Hicks sagte, dass sie in ihrer Aussage vor dem Sonderberater und dem Kongress niemals unwahrheitsgemäß geantwortet habe. (red, 13.2.2020)