Syrische Bewohner auf der Flucht aus Idlib.

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Jerusalem – Die syrische Flugabwehr hat laut Berichten der Staatsmedien einen Raketenangriff auf Damaskus vereitelt. Über der Stadt seien feindliche Ziele abgefangen worden, meldete die Nachrichtenagentur Sana in der Nacht auf Freitag. Die Raketen seien von den Golanhöhen aus auf syrisches Gebiet abgefeuert worden.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte machte Israel für den Angriff verantwortlich. Dieser habe sich gegen vom Iran unterstützte Milizen nahe der Hauptstadt gerichtet, meldete die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien. Mehrere Raketen hätten ihre Ziele erreicht, zu denen ein Waffenlager nahe dem Flughafen von Damaskus gehört habe. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite häufig kaum zu überprüfen. Israel äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorfall.

Hunderte Luftangriffe

Israel hat seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 bereits hunderte Luftangriffe in Syrien gegen die Truppen von Machthaber Bashar al-Assad, iranische Ziele und mit dem Iran verbündete Milizen geflogen. Der Iran steht in dem Konflikt an der Seite Assads.

Vor wenigen Tagen waren bei mutmaßlich israelischen Luftangriffen in Syrien nach Angaben der Beobachtungsstelle für Menschenrechte mindestens 23 Kämpfer der syrischen Regierungstruppen und iranischer Milizen getötet worden. (APA, 14.2.2020)