Berlin/Unterföhring – Der deutsche Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 bündelt ab Sommer 2020 wichtige Geschäfte in der neu gegründeten SevenOne Entertainment Group.

Der zuständige CEO Wolfgang Link kündigt ein "plattformunabhängiges Entertainmenthaus" an.

Künftig will sich das bisher stark auf US-Kaufware fokussierte Unternehmen stärker auf die Produktion eigener Inhalte und deren Rechte konzentrieren.

Die Gruppe will bewährte Formate wie "The Masked Singer", "Germany's Next Topmodel" oder "Promi Big Brother" mit einem umfangreichen Digital-Angebot fortführen.

Links Co-Chefin der Unterhaltungssparte, die Österreicherin Michaela Tod, hatte am Mittwoch wie berichtet überraschend angekündigt, sie werde den Konzern Ende Juli wieder verlassen – nach gut einem Jahr.

Der Börsekurs des deutschen Entertainmentkonzerns befindet sich seit Jahren auf steilem Sinkflug.

Satellitenschüsseln spiegeln sich in den Fenstern der Unternehmenszentrale von ProSiebenSat1 in München-Unterföhring.
Foto: REUTERS/Michaela Rehle

Private Größe in Österreich

Die Österreich-Tochter des Münchner Entertainmentkonzerns, ProSiebenSat1Puls4, ist Österreichs umsatzstärkste und in der Werbezielgruppe unter 50 Jahren marktführende Privatsendergruppe.

Programmatische Onlinevermarktung mit RTL

Sevenone arbeitet daran, in der Vermarktung TV-Reichweite und digitale Plattformen zu bündeln. Mit der Mediengruppe RTL vermarktet sie unter im Joint-venture "d-force" programmatische Werbung, seit 1. Februar auch in Österreich. (APA, Reuters, red, 14.2.2020)