Die USA prüfen laut Insidern, wie sie Chiplieferung an Huawei unterbinden können.

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Die US-Regierung prüft Insidern zufolge Wege, um Chip-Lieferungen an den chinesischen Netzwerkausrüster Huawei zu unterbinden. Erwogen werde eine Verschärfung der Vorschriften für ausländische Unternehmen, die amerikanische Chip-Fertigungsanlagen einsetzen, sagten zwei mit der Sache vertraute Personen. Sie müssten dann eine Lizenz beantragen, wenn sie ihre Produkte an Huawei liefern wollten. Unter anderem wäre der Auftragsfertiger TSMC aus Taiwan betroffen, sagten die Insider. Es handle sich allerdings um einen Vorschlag unter mehreren. Stellungnahmen von Huawei, TSMC und dem US-Handelsministerium lagen zunächst nicht vor.

Chipfertigung ohne US-Ausrüstung schwierig

Eine Studie von Everbright Securities aus China kam im vergangenen Jahr zu dem Schluss, dass die meisten Chip-Hersteller wie KLA, Lam Research und Applied Materials Maschinen aus den USA einsetzen. Es sei daher "sehr schwierig, Chipsätze ohne US-Ausrüstung zu fertigen". Den Insidern zufolge befürchten Regierungsvertreter allerdings, mit den neuen Maßnahmen die Regierung in Peking kurz nach der Unterzeichnung eines neuen Handelsabkommens zu reizen. Zudem könnten US-Verbündete verärgert reagieren und es zu einer Abwanderung der Entwicklung ins Ausland kommen. Die USA verdächtigen Huawei unter anderem der Spionage, was der Konzern zurückweist. (Reuters, 18.2.2020)