Weltweit wird gegen Julian Assanges Auslieferung protestiert, hier hält ein Demonstrant ein Poster in die Kamera, aufgenommen im Jänner 2020 in London.

Foto: Reuters / Kirsty Wigglesworth

Wien – Auch die Journalistengewerkschaft fordert die sofortige Freilassung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange und das Fallenlassen aller extraterritorialer Anklagen gegen ihn. Die US-Anklage und eine mögliche Auslieferung durch Großbritannien sei "ein ungeheuerlicher Angriff auf die Pressefreiheit", erklärte die GPA-djp am Freitag in einer Aussendung.

Journalismus muss Macht kontrollieren

Journalismus sei nicht Teil der Macht, sondern müsse diese kontrollieren, mögliche Verfehlungen offenlegen und Unrecht anprangern. "Genau das hat Julian Assange getan", so die Journalistengewerkschaft, die zugleich betonte nicht mit allen Prinzipien von WikiLeaks einverstanden zu sein. "Jede Information, die dort eingeht, eins zu eins ungefiltert zu veröffentlichen, ist falsch. Der WikiLeaks-Gründer ist daher nicht zu Unrecht umstritten. Doch das rechtfertigt keinesfalls den Umgang mit ihm." Die GPA-djp rief die Bundesregierung auf, "sich unmissverständlich zum Prinzip einer freien Presse zu bekennen und dies zudem auf europäischer Ebene einzufordern". (APA, 21.2.2020)