HTC hat in der Android-Geschichte eine wichtige Rolle gespielt.

Foto: Dado Ruvic / REUTERS

In der Smartphone-Geschichte hat HTC einen wichtigen Platz inne: Zunächst rund um Windows Mobile aktiv, liefert der taiwanesische Hersteller die Hardware für das erste Android-Gerät überhaupt – das in Kooperation mit Google entstandene T-Mobile G1 – auch HTC Dream genannt. Die anfänglichen Android-Erfolge wurden aber bald durch neue Konkurrenz getrübt. Vor allem Samsung aber auch Motorola liefen HTC nachhaltig den Rang ab.

Trotz Kritikerlobs für einzelne Geräte folgte der schleichende Abstieg, der wohl nur deswegen noch nicht zum kompletten Zusammenbruch geführt hat, da Google für einen Teil der Smartphone-Abteilung von HTC im Jahr 2018 1,1 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt hat. Eine Finanzspritze, die man bisher aber nicht wirklich gewinnbringend nutzen konnte. Nach eher seltsamen Ankündigungen wie dem "Cryptophone" HTC Exodus soll es nun aber wieder ein konventionelles Smartphone von dem Unternehmen geben.

5G

HTC arbeite derzeit an einem neuen Smartphone mit 5G-Support: Mit dieser Aussage lässt Yves Maitre, Chef des Hardwareherstellers, in einem aktuellen Interview aufhorchen. Maitre ist erst seit vergangenem September HTC-Chef. Auf 5G-Support will er sich deswegen jetzt konzentrieren, da er hier gerade im taiwanesischen Heimatmarkt neue Chancen für HTC sieht.

Konkret spricht er dabei von für 5G optimierten Anwendungen sowie virtuelle Inhalte – womit man wohl die eigenen Stärken im Bereich Virtual Reality ausspielen will. Immerhin hat das Unternehmen auch die VR-Brille Vive in Kooperation mit dem Spielehersteller Valve entwickelt. Auch Augmented Reality soll einen weiteren Schwerpunkt der Entwicklung von HTC darstellen, betont Maitre.

Abwarten

Details zur Hardwareausstattung des kommenden Smartphones verrät der HTC-Chef vorerst noch nicht. Insofern ist auch unklar, ob es sich dabei um ein High-End-Gerät oder doch eher eines für die Mittelklasse handeln wird. Das letzte Topgerät von HTC war das U12+, das bereits 2018 auf den Markt kam. (red, 24.2.2020)