Huawei nutzt zwar eigene Hauptprozessoren, trotzdem stecken in den aktuellen Geräten des Unternehmens weiter viele Chips von US-Firmen. Eine Verschärfung des Handelsbanns würde das Unternehmen zwingen, auch hier Alternativen zu finden.

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US-Regierungsbeamte prüfen Insidern zufolge weitere Restriktionen gegen den chinesischen Mobilfunkausrüster Huawei. Bei einem Treffen von Vertretern verschiedener Behörden vergangene Woche seien Vorschläge etwa zur Beschränkungen von Chip-Lieferungen an den weltweit zweitgrößten Smartphone-Hersteller diskutiert worden, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Agentur Reuters.

Das steht im Gegensatz zu Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der vergangene Woche die Unterstützung von Exporten nach China erklärt hatte. Reportern gegenüber sagte er, er wolle, dass US-Unternehmen Geschäfte machen dürfen. "Ich meine, auf meinem Schreibtisch liegen Dinge, die nichts mit der nationalen Sicherheit zu tun haben, auch mit Chipherstellern und verschiedenen anderen", sagte er.

Wachstum

Trotz der bereits bestehenden Beschränkungen seiner Geschäfte hat Huawei den Umsatz im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Die Einnahmen kletterten um 18 Prozent auf 850 Milliarden Yuan (rund 111 Milliarden Euro), berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag.

Die US-Regierung wirft Huawei eine zu große Nähe zur chinesischen Regierung und Spionage vor und fordert von den europäischen Verbündeten, sie sollten den weltgrößten Mobilfunkausrüster vom 5G-Netzaufbau ausschließen. Das Unternehmen und China haben die Vorwürfe stets zurückgewiesen. (Reuters, 25.2.2020)