Das schönste Smartphone bringt wenig, wenn es keine Updates mehr gibt.

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Es ist eine Vision, von der viele Smartphone-Nutzer derzeit nicht einmal zu träumen wagen: Mindestens fünf Jahre lang sollten Smartphones mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt werden. So sieht es zumindest ein Forderungskatalog des deutschen Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor.

Realität

Während diese Forderung bei iPhones derzeit bereits weitgehend umgesetzt ist, zeigt sich in der Android-Welt ein komplett anderes Bild. Zwar sind hier derzeit deutliche Fortschritte in Hinblick auf die Update-Versorgung zu bemerken, gerade an der langfristigen Versorgung hapert es aber weiterhin. Drei Jahre nach dem Marktstart des Geräts endet selbst bei Top-Smartphones meist die Update-Versorgung, einzelne Ausnahmen wie Samsung liefern auch nur ein paar Monate mehr.

Das BSI hat aber noch weitere Vorschläge parat: So sollte beim Smartphone-Kauf immer klar ausgewiesen werden, bis zu welchem Zeitpunkt der Update-Support des jeweiligen Geräts garantiert ist. Zudem fordern die Sicherheitsexperten, dass neu erworbene Geräte auch immer mit der neuesten Softwareversion ausgeliefert werden – oder zumindest bald danach ein Update auf diese erhalten.

Umsetzung ungewiss

Bei all dem muss allerdings betont werden, dass die Empfehlungen des BSI nicht viel mehr als eben das sind: Empfehlungen. Allerdings haben sie durchaus eine gewisse richtungsweisende Funktion, wie "Golem" betont. So könnten die aktuellen Forderungen etwa in die Vorschriften für die Erteilung eines neuen IT-Sicherheitskennzeichens einfließen, das die deutsche Bundesregierung plant. (red, 27.2.2020)