Panasonic steigt bei Solarzellen aus der Kooperation mit Tesla aus, und auch im Bereich Batterien ist die Partnerschaft schon besser gelaufen.
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Panasonic steigt aus der gemeinsamen Solarzellenproduktion mit Tesla in Buffalo im US-Bundesstaat New York aus. Das gab der japanische Elektronikkonzern am Mittwoch bekannt. Ursache ist die Abnahme zu geringer Mengen durch Tesla, weshalb Panasonic den Großteil der Produktion an Kunden in Übersee verkaufen musste. Beobachter sehen darin ein weiteres Anzeichen dafür, dass die Spannungen in der Partnerschaft beider Konzerne zunehmen.

Damit nehmen auch die Unsicherheiten über die Zukunft von Teslas Solargeschäft weiter zu, das unter der Marke Solar Roof läuft. Diese Sparte hatte der US-Autobauer 2016 durch die Übernahme von Solar City, das Solarmodule in die Dachschindeln integriert, um 2,6 Milliarden Dollar zugekauft. Das Geschäftsvolumen musste seither allerdings drastisch heruntergefahren werden. Dennoch hat Tesla bereits angekündigt, auch nach dem Ausstieg von Panasonic an der Produktionsstätte in Buffalo, wo rund 1.500 Mitarbeiter beschäftigt sind, festhalten zu wollen.

Hohe Investitionen

Panasonic hat seit dem Beginn der Partnerschaft im Jahr 2016 mehr als 270 Millionen Dollar in das Werk in Buffalo investiert, allerdings konnte Tesla die langfristigen Abnahmezusagen nicht erfüllen. Dabei haben die Japaner bereits Teile der eigenen Solarzellenproduktion in anderen Regionen veräußert – wegen des harten Wettbewerbs mit günstigeren asiatischen Rivalen.

Die Kooperation der beiden Konzerne in der Gigafactory im US-Bundesstaat Nevada, wo Tesla Elektroautos und Panasonic die Akkus dafür erzeugt, soll zwar weiterlaufen. Allerdings zeigen sich auch im Batteriengeschäft Risse in der Partnerschaft. Anders als ursprünglich geplant soll die gemeinsame Fabrik in Nevada doch nicht ausgebaut werden, zudem beteiligte sich Panasonic sich nicht an Teslas Fabrik in Schanghai. Um nicht bei Batterien allein von Panasonic abhängig zu sein, hat Tesla seine Lieferantenkette in diesem Bereich um LG Chem aus Südkorea und Contemporary Amperex Technology aus China erweitert. (aha, 25.2.2020)