DER STANDARD

Das Thema Umweltschutz polarisiert und steht immer wieder im Zentrum gesellschaftlicher und politischer Debatten, Stichwort Fridays for Future, Plastiksackerlverbot oder Pfandsystem für Kunststoffflaschen.

Immer mehr umweltbewusste Menschen suchen Alternativen zum herkömmlichen Einkaufen, sagt Agnes Ruby-Lamsal. Sie arbeitet in Lunzers Maß-Greißlerei, die bei der Eröffnung vor sechs Jahren der erste Unverpacktladen im deutschsprachigen Raum war. Die Kundschaft der Greißlerei kann selbst mitgebrachte Gefäße befüllen lassen. Das spare nicht nur Verpackungsmüll, sondern sorge auch dafür, dass weniger Lebensmittel zu Hause weggeworfen werden, sagt Ruby-Lamsal.

Unverpacktläden stehen im Zeichen der Zero-Waste-Bewegung, die für Müllreduzierung und gegen das Verschwenden von Rohstoffen eintritt. Die NGO Zero Waste Austria bietet Workshops an, in denen Teilnehmende lernen, gewisse Alltagsprodukte wie Lippenbalsam und Mascara selbst und umweltfreundlich herzustellen. Lorraine Wenzel, die Leiterin des Beauty-Workshops und Vorsitzende von Zero Waste Austria, sieht ein "großes Müllproblem" in Österreich, vor allem wenn man den Vergleich zu anderen EU-Ländern zieht. (Antonia Titze, Andreas Müller, 27.2.2020)