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Der Bankkonzern Erste Group hat im vergangenen Geschäftsjahr operativ mehr verdient und will nun eine höhere Dividende ausschütten. Der Betriebsgewinn (Ebit) legte um 8,7 Prozent auf knapp drei Milliarden Euro zu, wie das stark in Osteuropa aktive Institut am Freitag mitteilte. Die Aktionäre sollen nun eine um Cent höhere Dividende von 1,50 Euro je Aktie erhalten. Auch für 2020 wird ein Anstieg des Betriebsergebnisses erwartet.

Sondereffekte belasteten

Unter dem Strich schrumpfte der Nettogewinn allerdings von 1,8 auf auf 1,5 Milliarden Euro. Ursachen sind einmalige Sondereffekte wie eine 153 Millionen Euro schwere Rückstellung für erwartete Verluste aus einem Urteil gegen die rumänische Tochter. Zudem wurde in der Slowakei der Firmenwert um 165 Millionen Euro abgeschrieben.

Operativ profitiert habe die Bank von einem guten Wirtschaftswachstum in ihrem Kerngebiet Osteuropa sowie einem anhaltend günstigen Risikoumfeld. Der Provisionsüberschuss stieg auf 2,0 (1,9) Milliarden Euro, der Zinsüberschuss legte auf 4,7 (4,6) Milliarden Euro zu. Die Kosten-Ertrags-Situation habe sich auf 59,0 (60,5) Prozent verbessert. (APA, Reuters, red, 28.2.2020)