Wattens verpasste Big Points im Abstiegskampf.

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Innsbruck – Das Kellerduell der Fußball-Bundesliga hat am Sonntag keinen Sieger gebracht. Die Admira erreichte beim Debüt von Neo-Trainer Zvonimir Soldo ein schmeichelhaftes 1:1 (0:0) bei der WSG Tirol. In der Tabelle zogen beide Teams am neuen Schlusslicht SKN St. Pölten vorbei. Alle drei Rivalen halten eine Runde vor Abschluss des Grunddurchganges bei 16 Punkten.

Die Tore in Innsbruck erzielten Zlatko Dedic (59.) bzw. Erwin Hoffer per Elfmeter (65.). WSG-Stürmer Dedic war zudem in der ersten Hälfte mit einem Strafstoß an Andreas Leitner gescheitert (31.). Der Torhüter war der beste Mann der Admira.

Die Niederösterreicher mussten auf ihren Topscorer Sinan Bakis verzichten, der nach der ersten Trainingswoche unter Soldo an Adduktorenproblemen laborierte. An seiner Stelle stürmte Markus Pink neben Hoffer. Auf der Gegenseite bildeten Dedic und Stefan Maierhofer das Sturmduo. Hoffer und Maierhofer waren 2008 gemeinsam mit Rapid Meister geworden.

WSG verjubelte Chancen

Die WSG war vor der Pause die klar gefährlichere Mannschaft, machte aber die Tore nicht. Maierhofer scheiterte mit einer ersten Großchance per Kopf an Leitner (3.), bei einem Dedic-Kopfball nach einem Corner rettete Kim Jung-min auf der Linie (4.). Die Admira offenbarte vor den Augen von Flyeralarm-Fußballchef Felix Magath, der seinen Vertrauten Soldo als Chefcoach eingesetzt hatte, große Probleme in der Defensive.

Wattens fand durch einen Volley von Fabian Koch (13.), einen Dedic-Versuch (15.) und einen Schuss von Benjamin Pranter (24.) weitere Chancen vor. Die größte Gelegenheit ließ aber Dedic aus, der nach einem Foul von Jonathan Scherzer an Florian Rieder vom Elfmeterpunkt an Leitner scheiterte.

Dedic trifft, Hoffer antwortet

Nach Seitenwechsel zeichnete sich der Admira-Keeper auch noch gegen Rieder aus (57.). Beim Führungstreffer von Dedic war er aber machtlos. Der Slowene wurde von Rieder bedient und versenkte den Ball zu seinem achten Liga-Saisontor im rechten Eck. Ein Elferpfiff bei ihrer einzigen echten Offensivaktion in Hälfte zwei brachte der Admira wenig später den Ausgleich. Roman Kerschbaum war im Duell mit Bruno Soares zu Boden gegangen, Hoffer verwertete den Strafstoß sicher.

Die Tiroler waren danach nicht mehr so zwingend, einzig Felix Adjei prüfte mit einem Fernschuss Leitner (80.). Nach ihrem jüngsten 2:0-Heimsieg gegen den WAC mussten sie sich diesmal mit einem Punkt begnügen. Die Admira holte im dritten Frühjahrsspiel den zweiten Zähler, hat aber nur eines ihrer vergangenen zehn Pflichtspiele gewonnen. Kommenden Samstag empfangen die Südstädter den SCR Altach, die WSG gastiert in Hartberg. (APA, 1.3.2020)