Teufelskerl: Saarbrücken-Goalie Daniel Batz.

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Saarbrücken – Saarbrücken ist am Dienstagabend als erster Viertligist ins Halbfinale des deutschen Fußball-Cups eingezogen. Der Außenseiter, der bereits in der zweiten Runde mit einem 3:2-Heimsieg gegen den 1. FC Köln einen Bundesligisten ausgeschaltet hatte, setzte sich am Dienstagabend vor eigenem Publikum gegen Fortuna Düsseldorf mit 7:6 im Elfmeterschießen durch. Großer Matchwinner war Tormann Daniel Batz.

Der 29-Jährige parierte insgesamt fünf Elfmeter, den ersten bereits in der 83. Minute, die folgenden vier dann im Shootout, in dem auch ÖFB-Legionär Kevin Stöger am "Elfer-Killer" scheiterte. Sein Landsmann Markus Suttner, der ebenfalls beim Bundesliga-16. durchspielte, behielt dagegen die Nerven vom Punkt und traf.

Führung in der 31. Minute

Tobias Jänicke hatte den Tabellenführer der Regionalliga Südwest schon in der 31. Minute in Führung gebracht. Und als Batz auch noch einen Foulelfer von Rouwen Hennings per Handabwehr an die Stange lenkte (83.), schien die Cup-Sensation durch Saarbrücken bereits perfekt. Doch Mathias Jörgensen traf nach Kopfball-Assist seines aufgerückten Schlussmannes Florian Kastenmeier in der 90. Minute noch zum Ausgleich. Da in der folgenden 30-minütigen Verlängerung kein Tor fiel, musste der Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden.

Und dieses entwickelte sich zu einem Krimi, der nichts für schwache Nerven war: Nach zwei gehaltenen Strafstößen von Kastenmeier hatte Stöger als fünfter Düsseldorf-Schütze bereits den Aufstieg für den Bundesligisten auf dem Fuß, doch Batz erriet die Ecke und lenkte den Ball wieder an die Stange. Schon beim nächsten Versuch der Gäste war er erneut gefordert, da unmittelbar zuvor sein Teamkollege Stephan Andrist den Ball in die Wolken gejagt hatte. Und auch beim letzten Versuch von Jörgensen erriet Batz neuerlich die Ecke. (APA; 3.3.2020)