Die nächste Absage kommt aus Baku.

Foto: REUTERS/Maxim Shemetov

Baku/London – Der Start der Formel-1-Saison verschiebt sich aufgrund der Coronavirus-Pandemie weiter nach hinten. Denn am Montag wurde auch der Grand Prix von Aserbaidschan, der am 7. Juni hätte stattfinden sollen, auf ein vorerst nicht genanntes Datum verschoben. Diese Entscheidung teilten die Verantwortlichen der Rennstrecke in Baku nach einer Krisensitzung in einer Aussendung mit.

Das Gesundheitsrisiko für alle Beteiligten – die aserbaidschanische Bevölkerung, Fans, Teammitglieder und Piloten – wäre einfach zu groß, lautete die Begründung. Deshalb habe man sich nach Rücksprache mit der Formel 1 und dem Internationalen Automobilverband (FIA) zur Verschiebung entschlossen. Der früheste Saisonstart wäre somit am 14. Juni mit dem Grand Prix von Kanada in Montreal.

Die Motorsport-Königsklasse hatte zuvor bereits die Rennen in Australien, Bahrain, China, Vietnam, den Niederlanden, Spanien und Monaco für die geplanten Termine bis Ende Mai absagen müssen. Eigentlich sollte in diesem Jahr erstmals die Rekordanzahl von 22 Rennen in einer Saison stattfinden. Wie viele es tatsächlich werden, ist derzeit nicht absehbar. Der Grand Prix von Österreich auf dem Red Bull Ring in Spielberg ist derzeit noch am 5. Juli angesetzt.

Hamilton-Kritik

Der sechsfache Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat indes in der Coronavirus-Krise die Uneinsichtigkeit mancher Menschen kritisiert. "Es gibt Leute da draußen, die noch immer in Clubs und Bars und zu großen Versammlungen gehen, was für mich persönlich völlig unverantwortlich und selbstsüchtig ist", schrieb der 35-jährige Mercedes-Pilot in Sozialen Netzwerken am Montag.

"Ich bete für die Sicherheit meiner Familie jeden Tag, aber ich bete auch für euch da draußen", schrieb der Engländer weiter. Er bete auch für Verkäufer, Ärzte oder Krankenschwestern, "die ihre eigene Gesundheit riskieren, um anderen zu helfen und die Länder am Laufen zu halten. Das sind die Helden". (APA/dpa, 23.3.2020)