2009 wurde Lowery von Obama mit der Presidential Medal of Freedom geehrt.

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Der US-Bürgerrechtler Joseph Lowery ist tot. Der evangelische Pfarrer und Mitstreiter von Martin Luther King in der US-Bürgerrechtsbewegung starb am Freitag im Alter von 98 Jahren, wie Imara Canady aus dem Vorstand des Joseph & Evelyn Lowery Institutes dem Sender CNN sagte.

Das Institut würdigte den verstorbenen Pfarrer als "Verfechter der Bürgerrechte", der Ungerechtigkeit angefochten habe. Der 1921 geborene Lowery wurde als Mitstreiter bekannter US-Bürgerrechtler wie Martin Luther King und Jesse Jackson bekannt. Er unterstützte 1957 die Gründung der Bürgerrechtsorganisation Southern Christian Leadership Conference (SCLC), zu deren Führungspersönlichkeiten ebenfalls King zählte.

Segen für Obama

Lowery sei ein "Kämpfer für die Bürgerrechte" gewesen, erklärte der Abgeordnete und ehemalige Bürgerrechtler John Lewis zum Tod des 98-Jährigen. Lowery habe stets das Wort ergriffen und nie aufgegeben. "Er demonstrierte und protestierte in ganz Amerika. Wir betrauern heute Abend seinen Tod", fügte Lewis an.

Das King Center in Atlanta würdigte Lowery als "Verfechter der Bürgerrechte" und als jemanden, der die Ungerechtigkeit herausgefordert habe. Der Verstorbene sei ein "enger und treuer Freund der Familie King" gewesen. Kings Tochter Bernice schrieb zu Lowerys Tod im Kurznachrichtendienst Twitter: "Es ist schwer, sich eine Welt oder ein Atlanta ohne Reverend Joseph Lowery vorzustellen."

Im Jahr 2009 sprach Lowery bei der Amtseinführung des früheren US-Präsidenten Barack Obama den Segen. Im selben Jahr wurde der Prediger von Obama mit der Presidential Medal of Freedom geehrt, der höchsten zivilen Auszeichnung in den USA. (APA, 28.3.20)