Das Rote Kreuz ist ständig im Einsatz.

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Rund eine Woche nach dem Launch der "Stopp Corona"-App des Roten Kreuzes ist diese bis Donnerstagnachmittag bereits von über 140.000 Personen heruntergeladen worden. Die App dient als eine Art Kontakttagebuch via Smartphone.

Durch die App werden persönliche Begegnungen mit einem "digitalen Händeschütteln" pseudonymisiert gespeichert. Sobald eine der Kontaktpersonen der letzten 48 Stunden Verdachtsfall ist, wird der User informiert und gebeten, sich in häusliche Isolation zu begeben. So sollen mögliche Infektionsketten unterbrochen werden.

Manueller Handshake

Bisher muss der digitale "Handshake" manuell durchgeführt werden – ein Hauptkritikpunkt der bisherigen Nutzer, wie in den Bewertungen der AppStores ersichtlich wird. Nach Ostern will das Rote Kreuz allerdings eine neue Version der Applikation präsentieren, die ein automatisiertes "Pairing" über Bluetooth mit anderen ermöglicht, sofern der User das wünscht.

Derzeit arbeite man noch an den datenschutzrechtlichen Grundlagen dafür, wie Thomas Maracek, Sprecher des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK), mitteilte. Die aktualisierte App-Version soll dann auch über einen Symptom-Checker verfügen.

Datensicherheit

Über die Auswertung von Handydaten zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird derzeit insbesondere in Europa kontrovers diskutiert. Kritiker sehen vor allem etwa bei sogenannten Tracking-Apps, die auch Bewegungsdaten speichern, Grundrechte gefährdet. Der "Stopp Corona"-App des ÖRK bescheinigten Experten bisher Datensicherheit. (APA, 3.4. 2020)