Das griechische Militär fuhr in großem Umfang an der Grenze zur Türkei auf. Berichte über getötete Migranten wies Athen immer zurück.

Foto: Reuters / Alexandros Avramidis

Ankara – Nach Angaben von Amnesty International hat die Gewalt an der griechisch-türkischen Grenze Anfang März mindestens zwei Todesopfer gefordert. Zuletzt hatte Griechenland Berichte über einen toten Migranten und mehrere Verletzte durch Schüsse griechischer Grenzschützer dementiert. Der am Freitag publizierte Amnesty-Bericht dokumentiert die Ereignisse an der Grenze zwischen 27. Februar und 27. März.

Dem Bericht zufolge bestätigten Recherchen den Tod von mindestens zwei Migranten, die der Organisation namentlich bekannt sind. Dabei soll es sich um einen 43-jährigen Mann aus Pakistan und einen 22-jährigen Mann aus Syrien handeln. Dem 43-Jährigen soll bei dem Versuch, den Grenzübergang Pazarkule/Kastanies zu überqueren, in die Brust geschossen worden sein. Wer dafür verantwortlich war, was vorerst nicht zu klären.

Der 22-Jährige starb nach Angaben der Menschenrechtsorganisation am 2. März in derselben Gegend. Ein weniger gut dokumentierter Fall sei der einer syrischen Frau, die bis jetzt vermisst werde, aber vermutlich tot sei. (APA, 3.4.2020)