Die Vereinsverantwortlichen des SCR Altach machen sich Gedanken, was auf sie zukommen könnte: Samstag in Mattersburg, Dienstag in Altach, Samstag in Wien.

Foto: imago images/Eibner

Altach – Der SCR Altach und Coach Alex Pastoor gehen auch in Zukunft gemeinsame Wege. Der 53-jährige Niederländer verlängert seinen Vertrag um zwei Jahre bis zum Ende der Saison 2021/22. Das gaben die Vorarlberger am Freitag bekannt. Pastoor hatte Altach im März 2019 übernommen und zum Klassenerhalt geführt. Den Grunddurchgang der laufenden Saison schloss der Klub auf Rang acht ab.

Viel Potenzial gesichtet

"Sowohl sportlich als auch privat fühle ich mich beim SCR Altach sehr wohl. Die gute Zusammenarbeit mit Sportdirektor Christian Möckel und das mir entgegengebrachte Vertrauen seitens der Vereinsführung sind für mich ausschlaggebend für eine erfolgreiche Zukunft", sagte Pastoor. Er sehe in seiner jungen Mannschaft noch jede Menge Potenzial. "Das wollen wir in den kommenden Jahren ausschöpfen", so der Altach-Trainer.

Die Altacher trafen trotz der aktuell schwierigen Situation, in der die Fortsetzung der Ligasaison aufgrund der Coronavirus-Pandemie noch nicht gesichert ist, eine wichtige Personalentscheidung. "Uns ist es wichtig, auf der Schlüsselposition des Cheftrainers, auch in herausfordernden Zeiten wie den aktuellen, für Kontinuität zu sorgen", verlautete Geschäftsführer Christoph Längle. Laut Möckel sei innerhalb der Mannschaft eine deutlich positive Entwicklung zu erkennen, die die Handschrift von Pastoor trage. "Außerdem passt er auch menschlich hervorragend zum SCRA", betonte der Deutsche.

Hürden vor der Einreise

Pastoor ist aktuell noch in den Niederlanden bei seiner Familie, und dort bemüht, bei einem Hausarzt einen Corona-Test durchzuführen. Sollte die Viruserkrankung dabei nicht festgestellt werden, kann er mittels eines Attests, das nicht älter als vier Tage ist, in Österreich einreisen. "Wir rechnen damit, dass er nächste Woche das Training bei uns leitet", sagte Längle der APA. Ob man am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag mit den Einheiten in Einzelgruppen starten werde, sei noch offen.

Dabei sein sollen dann auch Sidney Sam, Berkay Dabanli und Julio Villalba, die derzeit allesamt in Deutschland sind. Für sie gilt das selbe Prozedere wie für den Trainer. Als Alternative kann man sich nach der Einreise auch in Selbstisolation begeben und in Österreich einen Test durchführen lassen. "Momentan sind auch die Kapazitäten da, da nimmt man niemand einen Platz weg", erläuterte Längle.

Beschwerliche Auswärtsfahrten

Bis zur Fortsetzung der Saison muss noch viel Arbeit erledigt werden. Nach der Videokonferenz der Klubs mit der Liga am Donnerstag werden nächste Woche bis zur nächsten Konferenz am Freitag diverse Arbeitsgruppen tagen. "Es gibt noch sehr viel zu klären, wir hoffen am Ende der Woche mehr Klarheit zu haben", so Längle. Selbst will man Input einbringen. Das betrifft etwa die Reiseproblematik der Vorarlberger, die abgesehen von WSG Tirol in der Qualifikationsgruppe nur auf "Ost-Klubs" treffen.

"Fliegen ist für uns momentan nicht möglich, wir müssen also irgendwie auf dem Landweg durch Österreich nach Wien fahren. Da wird unser Input sein, vielleicht en bloc auswärts zu spielen, etwa am Samstag bei der Austria und dann am Dienstag in Mattersburg. Samstag in Mattersburg, Dienstag in Altach, Samstag in Wien, das ist für uns natürlich eine Wettbewerbsverzerrung", gab Längle Einblick. Mit einem Start Mitte Mai rechnet er nicht wirklich. "Persönlich glaube ich, dass der Termin schwer zu halten sein wird." (APA, 17.4.2020)