Der junge Tonkin-Schwarzlangur wird im Zoo von Besancon auf wachsen.
Foto: APA/AFP/SEBASTIEN BOZON

Besancon – Der Tonkin-Schwarzlangur (Trachypithecus francoisi) kommt in freier Wildbahn nur in zwei verhältnismäßig kleinen Regionen in China und Vietnam vor. In Vietnam wird die Gesamtpopulation dieser Primatenart auf nicht mehr als 500 Tiere geschätzt, in China ging man 2003 von einem Bestand von 1400 bis 1650 Tiere aus, heute dürften es vor allem aufgrund des fortschreitenden Lebensraumverlustes und der Jagd wohl deutlich weniger sein. 133 Exemplare leben in Zoos.

Vor kurzem hat ein Affenpärchen im Zoo der Zitadelle von Besancon im Osten von Frankreich lange erhofften Nachwuchs bekommen. Der Kleine ist inzwischen fast sechs Wochen alt – seine Geburt am 18. März ging in der Aufregung über die Corona-Ausgangssperre unter, die einen Tag zuvor in Frankreich verhängt worden war.

Namenloser Bub

"Es handelt sich um eine außergewöhnliche Geburt", betonte die Zooleitung nun. Das kleine Männchen hat noch keinen Namen. Das Jungtier macht derzeit mit Vater Johan und Mutter Ping die ersten Ausflüge im Affengehege. In Kürze dürfte sein roter Schopf genauso pechschwarz werden wie der seiner Eltern. Zoobesucher müssen sich noch gedulden, bis sie den kleinen Affen sehen können: Der Zoo ist wegen der Ausgangssperre noch bis mindestens zum 11. Mai gesperrt.

Mutter Ping mit dem kleinen Namenlosen.
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Nach Angaben des Tierparks ist es erst die fünfte Geburt eines Tonkin-Schwarzlangurs in einem Zoo weltweit. Die Eltern des kleinen Affen kamen beide in Großbritannien zur Welt und 2012 beziehungsweise 2018 nach Frankreich. Die Art ist im Südwesten Chinas und im Nordosten Vietnams heimisch. (red, APA, 2.5.2020)