Bei Freenet will auf eine Dividende vorerst verzichten.

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Der deutsche Mobilfunkanbieter will aus Sorge vor finanziellen Engpässen keine Dividende zahlen. Zusätzlich zu der verpflichtenden Mindestdividende in Höhe von 0,04 Euro je Aktie solle es keine Ausschüttung geben, kündigte die Firma an, die vor allem für ihre Marke Mobilcom-Debitel bekannt ist.

Ankündigung

Noch im Februar wollte Freenet für 2019 eine unveränderte Dividende von 1,65 Euro je Anteilsschein ausschütten. Angesichts der Coronakrise hält es Freenet nun für möglich, Probleme bei der Refinanzierung von zwei Schuldscheinen in Höhe von 700 Millionen Euro zu bekommen.

Im ersten Quartal machte sich die Coronakrise laut dem Unternehmen kaum bemerkbar. Der Umsatz stieg um 4,3 Prozent auf fast 649 Millionen Euro. Der Betriebsgewinn (Ebitda) fiel hingegen um 3,4 Prozent auf 104,2 Millionen Euro. Freenet bestätigte die im Februar ausgegebene Prognose. Demnach wird für 2020 bei stabilen Umsätzen mit einem Ebitda von 415 Millionen bis 435 Millionen Euro gerechnet. (APA, 4.5.2020)