Neuerungen bei Whatsapp.

Foto: Rupak De Chowdhuri / REUTERS

Ob Zoom, Google Meets oder auch Houseparty: Alles haben sie in den vergangenen Wochen massive Zuwachsraten verzeichnet. Ein Unternehmen hat von den Auswirkungen der Coronakrise hingegen bisher deutlich weniger profitiert: Facebook. Obwohl das Unternehmen gerade im Messengerbereich bestens aufgestellt ist, für Gruppengespräche greifen die Nutzer dann doch lieber zu den Produkten anderer Hersteller.

Rooms

Ein Umstand, den Facebook natürlich gerne ändern würde, also hat man mit "Rooms" unlängst ein neues Gruppenfeature für seinen Messenger vorgestellt. Dabei betonte man, dass dieselbe Funktion auch in anderen Produkten Einzug halten soll. Einen konkreten Zeitplan nannte man damals noch nicht, ein aktueller Bericht legt nun aber nahe, dass es schneller gehen könnte als erwartet.

Limit, angehoben

Schon bald soll es bei Whatsapp die Möglichkeit geben Gruppen-Chats mit bis zu 50 Teilnehmern vorzunehmen. Dies berichtet "Whatsapp Beta Infos", wo man in aktuellen Testversionen der App bereits Spuren auf die Integration von "Rooms" gefunden hat. Bislang sind solche Gespräche auf acht Personen beschränkt. Technisch herausfordernd ist die Umsetzung in Whatsapp wohl nicht zuletzt deswegen, da hier die gesamte Kommunikation Ende-zu-Ende-verschlüsselt übertragen wird.

Verschränkung

Neben dem Facebook Messenger und WhatsApp sollen die "Rooms" auch bei Instagram Direct und Facebooks smartem Display Portal integriert werden. Facebook nutzt hier also die Situation gleich, um die Integration zwischen seinen Diensten weiter voranzutreiben. Externe Beobachter vermuten dabei immer wieder, dass es dem Unternehmen damit nicht zuletzt darum geht, eine Aufspaltung seiner Dienste zu erschweren, und so einer drohenden Regulierung Steine in den Weg zu legen. (red, 12.5.2020)