Fast alle tragen eine Maske. Nur der US-Präsident nicht.

Foto: AP Photo/Alex Brandon
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Washington – US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch einer Ford-Fabrik in Michigan zeitweise erneut keine Schutzmaske getragen – obwohl ihn Michigans Justizministerin Dana Nessel ausdrücklich dazu aufgefordert hatte. Fernsehbilder zeigten, wie Trump am Donnerstag die Ford-Fabrik in Ypsilanti besuchte, wo der Autobauer in der Corona-Krise Beatmungsgeräte herstellt.

Nessel hatte Trump in einem offenen Brief darauf hingewiesen, dass das Tragen einer Schutzmaske in Michigan derzeit verpflichtend sei. Das gelte auch für den Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Trump vs. Presse

Trump sagte vor Journalisten, er habe auf einem früheren Teil des Fabrikrundgangs eine Maske getragen, "aber ich wollte der Presse nicht die Freude machen, das zu sehen". Trump zeigte daraufhin auch eine Maske vor, die er nach eigenen Angaben getragen hatte. Er betonte, er selber und alle um ihn herum seien auf das Virus getestet worden. Ihm sei gesagt worden, in diesem Teil der Fabrik, in dem er mit Journalisten sprach, sei eine Maske nicht notwendig. Ford-Manager, die Trump begleiteten, trugen allerdings eine Maske.

Die Richtlinien des Weißen Hauses sehen vor, dass eine Maske getragen werden soll, wenn das Einhalten des Sicherheitsabstands nicht gewährleistet ist. Trump hatte allerdings schon bei der Vorstellung der Richtlinien gesagt, er werde sich nicht an die Empfehlung halten.

Trump: "Positiv auf negativ getestet"

Vor seiner Abreise nach Michigan hatte sich Trump etwas holprig über einen Corona-Test am Vormittag geäußert. "Ich wurde sehr positiv getestet – in einem anderen Sinn. Ich wurde positiv auf negativ getestet. Ich wurde heute Morgen perfekt getestet, das heißt ich wurde negativ getestet". (APA, red, 21.5.2020)