Heute.at verkündete irrtümlich den Tod Plácido Domingos.

Foto: AP/Bernat Armangue

Wien – "Plácido Domingo ist tot" und "Große Trauer um Opernstar" schrieb das Onlineportal heute.at am Montagnachmittag und verkündete den Tod des 79-jährigen Opernstars Plácido Domingo. Dabei berief sich heute.at rein auf einen vermeintlichen Twitter-Account von Staatsoperndirektor Bogdan Roščić.

Der Artikel auf heute.at wurde kurze Zeit später "In eigener Sache" korrigiert: "Wir ziehen die Todesmeldung von Plácido Domingo hiermit zurück. Die Informationen dazu stützten sich auf einen Twitter-Account von Operndirektor Bogdan Roščić, der sich als gefälscht herausstellte. Wir bedauern."

Auf STANDARD-Anfrage sagt Roščić: "Bei dem zitierten Account handelt es sich um einen Fake-Account, der weder mit mir noch mit der Wiener Staatsoper etwas zu tun hat. Dass über diesen Fake-Account derartig grausame und geschmacklose Nachrichten verbreitet werden, die Menschen weltweit betroffen machen, ist auf das Allerschärfste zu verurteilen. Wir werden unsererseits nun Schritte einleiten, um diesen Account blockieren beziehungsweise löschen zu lassen."

Der Fake-Account auf Twitter soll vom italienischen Journalisten Tommasso Debenedetti betrieben werden. Debenedetti hat sich mit dem Schreiben gefälschter Nachrichten einen Namen gemacht.

Erst vergangene Woche ließ krone.at den Schriftsteller Umberto Eco ein zweites Mal sterben und erklärte das mit einem technischen Fehler. (tos, omark, 25.5.2020)