Die Taiga brennt: Bilder wie dieses gingen im Juli 2019 um die Welt.
Foto: AP/Maria Khlystunova, Press Service of the Ministry of Forestry of the Krasnoyarsk Territory

Im vergangenen Sommer sorgten riesige Flächenbrände in der Arktis für Aufsehen: Sowohl in Siberien als auch in Nordamerika standen im Juli 2019 Millionen Hektar borealer Nadelwald in Flammen. Waldbrände auch innerhalb des Polarkreises sind zwar nicht unbekannt – das Ausmaß, das sie in diesem Sommer annahmen, war jedoch neu.

Doch es könnte sich heuer wiederholen, warnt nun der Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) der Europäischen Weltraumorganisation. Satellitenbilder würden darauf schließen lassen, dass sich schon wieder erste Feuer entzündet haben. Das müsse allerdings erst noch durch Messungen am Boden bestätigt werden.

Die Feuer wüten laut den CAMS-Forschern vor allem in Sibirien: "Dort brennen die Tundra und andere nicht eisbedeckte Flächen." In Russland kämpfe die Feuerwehr seit Wochen gegen Waldbrände. Mehr als 5.600 seien landesweit bereits gemeldet worden, teilten die Behörden mit. Dabei seien auch schon mehr als 250 Gebäude zerstört worden. (red, 28. 5. 2020)