In Venezuela, eines der Länder mit den größten Ölreserven der Welt, ist sogar das Benzin knapp.

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Caracas/Washington – Die USA haben Sanktionen gegen vier Schifffahrtsunternehmen verhängt, die im venezolanischen Ölsektor operieren, und vier Schiffe zu beschlagnahmtem Eigentum erklärt. Das geht aus einer Erklärung des US-Finanzministeriums vom Dienstag hervor.

"Die Vereinigten Staaten bekräftigen, dass die Förderung von Rohöl in Venezuela zugunsten des unrechtmäßigen Regimes von Nicolás Maduro inakzeptabel ist", hieß es. Die vier Unternehmen sollen auf den Marshallinseln und in Griechenland registriert sein.

Iran schickte Benzin

Venezuela ist eines der Länder mit den größten Ölreserven der Welt, das Land befindet sich jedoch in einer schweren wirtschaftlichen und politischen Krise. Wegen der Sanktionen, mit denen die USA die venezolanische Wirtschaft bedrängen, und des extremen Ölpreisverfalls bekommt es kaum noch Einnahmen für seinen Haushalt. Wegen Misswirtschaft und Korruption ist sogar das Benzin knapp. Zuletzt hatten insgesamt fünf iranische Tanker Benzin nach Venezuela gebracht.

Der Oppositionsführer und selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó versucht seit mehr als einem Jahr, den autoritär regierenden Maduro aus dem Amt zu drängen. Letzterer sitzt jedoch fest im Sattel, auch weil er das Militär auf seiner Seite und die Polizei fest im Griff hat. (APA, 3.6.2020)