Der Anführer der Terrormiliz Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi), der Algerier Abdelmalek Droukdal, befehligte alle Ableger des Netzwerks in Nordafrika und der Sahelzone.

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Bamako/Paris – Französische Soldaten haben in Mali den Anführer der Dschihadistenmiliz Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) getötet. Der Algerier Abdelmalek Droukdal sei im Norden Malis nahe der algerischen Grenze getötet worden, teilte die französische Verteidigungsministerin Florence Parly am Freitag auf Twitter mit. "Mehrere seiner engen Mitstreiter" seien bei dem Einsatz ebenfalls getötet worden.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP wurde der Aqmi-Chef, der mehrere Dschihadistengruppen in der Sahelzone befehligte, am Donnerstag in Talhandak nordwestlich der malischen Stadt Tessalit getötet.

Seit 2007 bei Al-Kaida

Droukdal, der gelegentlich auch Droukdel geschrieben wird, gehörte nach Angaben von Parly dem Führungsgremium von Al-Kaida an und befehligte alle Ableger des Netzwerks in Nordafrika und in der Sahelzone. Nach Angaben der Ministerin wurde zudem ein Anführer der Dschihadistengruppe EIGS gefangen genommen, die der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) die Treue geschworen hat.

Aqmi ging aus einer Islamistengruppe hervor, die Ende der 90er-Jahre von algerischen Islamisten gegründet wurde und zunächst unter dem Namen Salafistische Gruppe für Predigt und Kampf aktiv war. 2007 schloss sie sich dem Al-Kaida-Netzwerk an. Vom Norden Malis aus hat Aqmi in den vergangenen Jahren immer wieder Anschläge in der Sahel-Zone verübt und westliche Ausländer entführt.

Instabiles Mali

Der Sahel-Staat Mali kommt seit Jahren nicht zur Ruhe. 2012 hatten mehrere überwiegend islamistische Gruppierungen die Kontrolle über den Norden Malis übernommen. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff 2013 militärisch ein. Doch trotz der Präsenz tausender internationaler Soldaten herrscht weiter Instabilität in dem westafrikanischen Land.

Frankreich hat für seine Anti-Terror-Mission "Barkhane" mehr als 5.000 Soldaten in der Sahel-Zone stationiert. Auch die deutsche Bundeswehr ist in Mali im Einsatz. (APA, 6.6.2020)