New York City erfüllt die Voraussetzungen, damit das öffentliche Leben wieder langsam normalisiert werden kann.

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Washington – In den USA ist die Zahl der Corona-Toten auf fast 110.000 gestiegen. 749 Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden an den Folgen ihrer Corona-Infektion gestorben, hieß es am Sonntag auf der Website der Johns-Hopkins-Universität. Die Zahl der registrierten Infektionsfälle stieg demnach landesweit auf 1,9 Millionen. Etwa 500.000 Menschen sind bereits wieder genesen.

Gemessen an der absoluten Zahl der Infektions- und Todesfälle sind die USA weltweit das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Auf dem Höhepunkt der Ansteckungswelle im April wurden in den Vereinigten Staaten etwa 3.000 Corona-Tote pro Tag registriert. Inzwischen ist dieser Wert auf etwa tausend pro Tag gesunken. Täglich werden noch rund 20.000 Neu-Infektionen gemessen.

Trump fordert Lockerungen

Am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump die Pandemie als "weitgehend" überstanden bezeichnet und die Gouverneure zur Lockerung von weiterhin bestehenden Corona-Maßnahmen aufgerufen. Experten befürchten jedoch, dass vorzeitige Lockerungen sowie die landesweiten Massendemonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus zu einem Wiederanstieg der Infektionszahlen führen könnten.

Ab Montag öffnet sich die Millionenmetropole New York wieder etwas. In der ersten von vier zweiwöchigen Lockerungsphasen können dann unter anderem Bauarbeiten wieder aufgenommen werden und nicht systemrelevante Geschäfte ihre Ware beispielsweise von der Eingangstür aus verkaufen.

Lockerungen werden evaluiert

In der vierten Phase dürfen dann unter anderem auch Kultureinrichtungen wieder öffnen. Die Millionenmetropole hatte als letzte von zehn Regionen des Bundesstaats New York alle sieben Bedingungen für den Start der Lockerungsphasen erfüllt – beispielsweise ausreichend freie Krankenhausbetten und ausreichend Tests. Hygiene- und Abstandsregeln gelten weiter. Wenn sich die Zahlen verschlechtern, kann der Prozess jederzeit angehalten oder auch zurückgedreht werden.

Im Bundesstaat New York mit rund 19 Millionen Einwohnern haben sich fast 400.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt, mehr als 30.000 davon sind nach einer Infektion gestorben. Jeweils rund zwei Drittel davon stammen aus der dicht bevölkerten Metropole New York, wo rund die Hälfte der Bewohner des Bundesstaates leben – sie wurde zum Epizentrum der Pandemie in den USA. Zuletzt hatte es immer weniger Neuinfektionen gegeben, die Zahl der Toten pro Tag sank von rund 800 noch vor wenigen Wochen auf weniger als 50, wie Gouverneur Andrew Cuomo mitteilte. (7.6.2020)