Die Rufe aus Lyon wurden nicht erhört.

Foto: REUTERS/Emmanuel Foudrot/File

Paris – Im Rechtsstreit um den Abbruch der französischen Fußball-Liga hat der frühere Serienmeister Olympique Lyon eine Schlappe eingesteckt. Der französische Staatsrat wies nach eigenen Angaben vom Dienstag in Paris eine Beschwerde des Klubs zurück und billigte damit sowohl das coronabedingte Saisonende als auch die Rangliste.

Gleichzeitig setzte ein Richter der Institution aber die Entscheidung aus, wonach Amiens und Toulouse in die 2. Liga absteigen sollen. Der Liga-Verband LFP müsse nun im Zusammenspiel mit dem nationalen Fußballverband FFF das Format der Ligue 1 in der kommenden Saison überprüfen, hieß es. Dankbar ist eine Aufstockung von 20 auf 22 Klubs. Der Staatsrat berät die Regierung bei der Vorbereitung von Gesetzen und ist gleichzeitig oberstes Verwaltungsgericht.

Lyon-Präsident Jean-Michel Aulas kämpft seit längerem gegen den Liga-Abbruch. Der Champions-League-Achtelfinalist ist einer der großen Verlierer der Entscheidung, die Saison abzubrechen. In der nächsten Saison nimmt der Klub nicht am Europacup teil, weil er in der Tabelle nur auf Platz sieben rangiert. (APA/dpa, 9.6.2020)