Auch die EU hat vergangenes Jahr eine ähnliche Prüfung in die Wege geleitet

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Amazon wird von den US-Bundesstaaten Kalifornien und Washington genauer unter die Lupe genommen, das geht aus Berichten der New York Times und des Wall Street Journals hervor. Untersucht werden die Geschäftspraktiken des Online-Riesen und wie er mit den Drittanbietern auf seiner Plattform umgeht.

Unfaire Behandlung

Dabei soll insbesondere geprüft werden, ob Amazon gesammelte Daten über Anbieter verwendet, um auf seiner Handelsplattform gegen sie zu konkurrieren. Die Prüfung ähnelt jener, die vor einem Jahr von der EU in die Wege geleitet wurde. Laut New York Times untersucht die Generalstaatsanwaltschaft von Washington auch, ob Amazon den Verkäufern erschwert ihre Produkte auf anderen Webseiten anzubieten.

Datensammlung

Bereits im April berichtete Wall Street Journal, dass der E-Commerce-Riese Daten von seinen Verkäufern, wie etwa Informationen zu Preisen, Gesamtumsätzen und Ausgaben für Marketing und Versand, sammle. Mithilfe dieser Daten bringe Amazon konkurrierende Produkte unter seinem Namen auf den Markt.

Als Reaktion auf diesen Bericht beantragte US-Senator Josh Hawley eine kartellrechtliche Untersuchung und das Justizkomitee des Repräsentantenhauses forderte Jeff Bezos auf, vor dem Kongress auszusagen. Von Amazon konnte bisher keine Stellungnahme vernommen werden. (red, 13.06.2020)