Genervt von all der Werbung auf Youtube? Ein simpler Trick deaktiviert diese.

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Es ist ein Trick, der dermaßen simpel ist, dass es die meisten zunächst einmal wohl gar nicht glauben können. Aber mit der Veränderung eines einzigen Zeichens lassen sich tatsächlich bei vielen Webseiten Werbung und Paywalls deaktivieren, wie ein Reddit-Nutzer entdeckt hat.

Youtube

Das prominentestes Beispiel ist dabei Youtube: Wer Videoclips auf Googles Videoplattform komplett werbefrei betrachten will, der muss nicht gleich zu einem Adblocker greifen oder sich einen Premium-Account zulegen. Es reicht am Ende des Domain-Namens in der Adresszeile einen Punkt anzufügen. Also statt "youtube.com/video" sollte dann dort "youtube.com./video" stehen.

Doch Youtube ist dabei nicht die einzige betroffene Seite. Der gleiche Trick funktioniert auch mit den Paywalls große Zeitungen wie der "New York Times", der "Washington Post" oder auch des Magazin "Wired". Bei all diesen wird die Beschränkung auf einige wenige Artikel monatlich auf diesen Weg aufgehoben und zum Teil auch keine Werbung dargestellt.

Erklärung

So verblüffend all das klingt, es gibt natürlich eine simple Erklärung: Die betreffenden Webseiten patzen allesamt bei der "Normalisierung" der Adresszeile für ihre Webseite. Anders gesagt: Der Punkt am Ende sollte so nicht unüberprüft übernommen und weiterverwendet, sondern automatisch auf die "richtige" URL ausgebessert werden. Da er nun aber da ist, funktionieren bei den betroffenen Webseiten diverse Funktionen nicht mehr richtig, etwa das Setzen von Cookies oder auch das Einbinden externer Werbung. Und genau dies führt nun zu den beschriebenen Effekten.

Da es sich dabei um einen Fehler bei der Webseite selbst handelt, klappt dieser Trick auch unabhängig vom verwendeten Browser. Dies allerdings mit einer Ausnahme: Zumeist geht dies nur mit den Desktop-Version der Browser, auf mobilen Geräten kann aber über die bei vielen gebotene Option "Desktop-Seite anfordern" dasselbe Verhalten erreicht werden.

Reaktion erwartet

Allzu sehr sollte man sich an diesen "Hack" aber nicht gewöhnen. Nun, da dieser Trick öffentlich ist, ist davon auszugehen, dass die Betreiber der betroffenen Webseiten bald reagieren und den Fehler auf ihrer Seite bereinigen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels klappte das Ganze aber noch mit all den erwähnten Seiten. (apo, 14.6.2020)