Ein Match gespielt und schon kann sich Ronaldo einiges anhören. So zum Beispiel: "Alien CR7 wieder ein Mensch."

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Im ersten Pflichtspiel im italienischen Fußball nach dem Corona-Lockdown musste Cristiano Ronaldo von Rekordmeister Juventus Turin Medienkritik einstecken. "Ronaldo, wo steckst du? Nach der dreimonatiger Coronapause wird auch der Alien CR7 wieder ein Mensch. Verfehlter Elfmeter und Höchstform noch in weiter Ferne, das war nicht Ronaldos Abend", schrieb Tuttosport am Samstag nach der Nullnummer zwischen Juve und dem AC Mailand im Cuphalbfinalrückspiel. Mit dem Ergebnis zog die Alte Dame nach dem 1:1 im Hinspiel ins Endspiel ein.

Im Cup-Finale am Mittwoch gegen Napoli

Juves Gegner im Finale am Mittwoch ist die SSC Neapel. Dem Team von Trainer Gennaro Gattuso genügte nach dem 1:0-Hinspielsieg im Februar im Rückspiel ein 1:1 (1:1) gegen Inter Mailand.

Die Augen waren allerdings auf Ronaldo gerichtet. "Ungenau und unspektakulär, CR7 hat noch einiges nachzuholen", kritisierte der Corriere dello Sport die Leistungen des Portugiesen, der im Hinspiel in der Nachspielzeit zum 1:1 per Handelfmeter getroffen hatte.

Juventus profitierte von einer turbulenten Startphase, die in der 17. Minute zu einer Roten Karte gegen Milans Ante Rebic nach einem Kung-Fu-Tritt führte. Unmittelbar davor hatte Ronaldo einen Handelfmeter für das Heimteam verschossen. Rebic hatte im ersten Duell das 1:0 für Milan erzielt.

Harte Zeit für Gattuso

Derweil hat Neapel-Coach Gattuso eine harte Zeit hinter sich. Vor zwölf Tagen starb seine 37-jährige Schwester Francesca an Krebs. "Für mich war diese Zeit sehr hart. Ich widme diesen Sieg Francesca und meinen Eltern. Ich danke der Fußballwelt, die mir in diesen schwierigen Tagen nahe gestanden ist", sagte der sichtbar bewegte Gattuso bei der Pressekonferenz nach dem Spiel.

Verstöße gegen Vorschriften

Während der Partie kam es im Übrigen wiederholt zu Verstößen gegen die Hygienevorschriften. Nach dem Ende des Spiels umarmten sich Gattuso und Inters Trainer Antonio Conte, die Abstandsregeln wurden nicht immer eingehalten. "Menschlichkeit siegt über die strengen Protokolle", kommentierte Tuttosport.