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Der japanische Technologieinvestor Softbank will seine milliardenschwere Beteiligung an der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US verringern. Der Konzern erwäge öffentliche oder private Platzierungen seiner T-Mobile-Aktien und sei auch in Gesprächen mit der Deutschen Telekom sowie mit T-Mobile US selbst, teilte Softbank am Dienstag mit.

Vor ein paar Wochen hatte das "Wall Street Journal" berichtet, Softbank habe die Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs mit der Suche nach einem Käufer für die Anteile beauftragt.

Druck

Der Tech-Investor ist in Folge der Coronakrise unter Druck geraten, auch weil sich milliardenschwere Investments in den Büroflächenanbieter WeWork und den Mitfahrdienst Uber nicht so entwickelt haben wie geplant. Beteiligungsverkäufe sollen die Bilanz nun stärken. An T-Mobile US hält Softbank rund 23 Prozent und die Deutsche Telekom 43 Prozent.

Sollte Europas größter Telekomkonzern bei T-Mobile-US auf 50 Prozent aufstocken wollen, wären mehr als 7 Mrd. Euro fällig. Zuletzt hat die Deutsche Telekom ihre Liquidität in den Rückkauf eigener Anleihen gesteckt. (APA, 16.06.2020)