Bashar al-Assad ist Ziel der US-Sanktionen. Betroffen sind aber auch zwei Firmen in Österreich.

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Wien/Washington – In der ersten Tranche des neuen US-Sanktionspakets gegen Damaskus, dem "Caesar Act", kommen neben Syrien nur drei andere Länder vor, in denen Unternehmen ins Visier genommen werden: wenig überraschend der Libanon, Kanada – und Österreich. Es handelt sich um zwei vom syrischen Geschäftsmann Nader Kalai gegründete Firmen an derselben Adresse in der Sieveringer Straße in Wien, die Castle Holding GmbH und ihre Tochter Art House GmbH.

Sie waren bereits 2019 auf einer EU-Sanktionsliste gelandet, deren Konten von den österreichischen Behörden gesperrt, jedoch später – DER STANDARD berichtete – wieder freigegeben wurden, denn Kalai schien nicht mehr als wirtschaftlich Berechtigter auf. Die US-Behörden sehen es trotzdem so, dass beide Firmen weiter von Nader Kalai, der mit dem syrischen Regime in Zusammenhang gebracht wird, kontrolliert werden und in dessen Auftrag agieren. Es wurde auch immer wieder gemunkelt, dass Bashar al-Assads superreicher Cousin Rami Makhlouf in Wien investiert habe, der "Caesar Act" erwähnt das nicht.

Der "Caesar Syria Civilian Protection Act", der am Mittwoch in Kraft trat, erlässt nicht nur neue Sanktionen gegen syrische Individuen und Unternehmen, sondern auch gegen jene, die mit ihnen Geschäfte machen. (guha, 18.6.2020)