Dieses Prachtexemplar erleuchtete vergangenen Montag den Himmel über Mexico City – im Vergleich zu den Rekordblitzen war es aber nur ein bescheidenes Funkeln.
Foto: AP Photo/Marco Ugarte

Genf – Zwei neue Rekorde aus der Natur haben Wetterexperten der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) nun offiziell in ihre Bücher eingetragen: nämlich die für den längsten jemals gemessenen Blitz. Zwei sind es deshalb, weil Länge in dem Fall eine Doppelbedeutung hat, einmal die Dauer des Blitzes und einmal die am Himmel zurückgelegte Strecke.

Der am längsten andauernde Blitz hielt sich nach Angaben der WMO am 4. März 2019 für beachtliche 16,73 Sekunden über dem Norden Argentiniens. Das war mehr als doppelt so lange wie der bisherige Rekordhalter, der 2012 über Südfrankreich 7,74 Sekunden gedauert hatte.

Der Rekordhalter nach der anderen Auslegung des Begriffs war ein Blitz, der am 31. Oktober 2018 bei einem Gewitter in Brasilien gemessen wurde. Er reichte über eine Strecke von über 700 Kilometern, annähernd die Entfernung von Wien nach Hamburg. Der bisherige Rekord, registriert 2007 am Himmel über den USA, hatte bei vergleichsweise bescheidenen 321 Kilometern gelegen. (red, 26. 6. 2020)