Einsatzkräfte am Tatort.

Foto: AP/ Andrew Milligan

Glasgow – Die Polizei im schottischen Glasgow hat einen Tatverdächtigen erschossen, der eine Messerattacke begangen haben soll. Man gehe derzeit nicht von Mittätern des Mannes aus, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Britische Medien berichteten von mehreren Toten, von der Polizei ist bisher aber nur der tote Verdächtige bestätigt. Laut Antiterrorbehörde handelte es sich nicht um einen Terroranschlag.

Sechs Verletzte befinden sich im Krankenhaus, erklärte die schottische Polizei via Twitter. Unter ihnen befinde sich auch ein Polizist, dessen Zustand kritisch, aber stabil sei. Der Angriff ereignete sich laut britischen Medienberichten im Stiegenhaus eines Hotels, das während der Corona-Pandemie als Wohnheim für Asylsuchende genutzt wird.

Sowohl die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon als auch der britische Premier Boris Johnson meldeten sich schon kurz nach der Tat zu Wort. Sie sprachen von einem "furchtbaren Vorfall" und dankten den Sicherheitskräften für ihren Einsatz. Diese hatten, wie Bilder vom Ort des Geschehens zeigen, das Wohnheim nach dem Angriff gestürmt. Auf Fotos war zu sehen, wie Menschen mit erhobenen Armen das Haus verließen. (mesc, 26.6.2020)