Grünes Licht für die Osram-Übernahme

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Brüssel/Graz/München – Die EU-Wettbewerbshüter wollen mehreren Insidern zufolge die Übernahme des deutschen Leuchtmittelherstellers durch den österreichischen Chipkonzern ams ohne Auflagen genehmigen. Der Apple-Zulieferer hatte sich Ende 2019 nach langem Ringen die Mehrheit an Osram gesichert. Nach früheren Angaben wollte die EU-Kommission bis 6. Juli über das 4,6 Milliarden Euro schwere Übernahmeangebot entscheiden.

Insiderhandel

Der steirische Chip- und Sensorenhersteller hat unterdessen am Freitagabend bestätigt, dass die Finanzmarktaufsicht (FMA) wegen des Verdachts auf Insiderhandel ermittelt. ams habe die FMA aufgrund der Medienberichte kontaktiert, diese habe mitgeteilt, dass sich keine Ermittlungen gegen die Gesellschaft richten, jedoch gegen natürliche oder juristische Personen, die mit ams in Verbindung stehen könnten.

Das deutsche "Handelsblatt" hatte am Donnerstag berichtet, die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ermittle gegen die ams-Führung wegen angeblich zweifelhafter Aktiengeschäfte bei der laufenden Übernahme des deutschen Lichtkonzerns Osram. Nach dem Bericht stürzte die ams-Aktie um 16 Prozent ab. (APA/Reuters, 26.6.2020)