Die "Sommerschule" soll ein Erfolg werden, ist sich Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sicher. Mehr kosten darf sie nicht.

Foto: Reuters / Leonard Foeger

Wien – Sie werde funktionieren, "allen Unkenrufen zum Trotz", zeigte sich Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) bereits vor dem Start der von seinem Ressort initiierten "Sommerschule" überzeugt. Ziel soll ja sein, jenen Schülerinnen und Schülern, die Corona-bedingt den Lernanschluss verloren haben, eine zweiwöchige Deutsch-Spezialförderung gegen Ferienende zukommen zu lassen. Bis dato ist allerdings nur die Hälfte der Zielgruppe, also fast 23.000 Kinder, angemeldet. Auf sie wartet laut Faßmann eine Art Projektunterricht, angeleitet von Lehramtsstudierenden.

Zu kurz, zu heterogen

Zusätzlich haben sich rund 1200 Lehrkräfte als Unterrichtsunterstützer gemeldet. Die Finanzierung ihres Engagements wird allerdings einfach aus den bestehenden Dienstpostenplänen umgeschichtet, wie dem STANDARD im Ministerium bestätigt wurde. Das Geld fehle dann aber im regulären Unterricht, heißt es bei der Pflichtschulgewerkschaft. Der Verband für Deutsch als Fremdsprache kritisiert zudem, dass für qualitätsvollen Unterricht eine angemessene Ausbildung der Lehrenden zentral ist. Außerdem sei die Laufzeit zu kurz, die Gruppen seien zu heterogen. (riss, 2.7.2020)